07.12.2016

Rekordverdächtig: CEILTEC® Bauteilaktivierung

 

1. freie Spannweite von 20.0 Metern

 

 

Die Spannweite von 20.0m wird mit einer Deckenplatte mit aufgelöstem Querschnitt (π-platte) überbrückt.  Die Rippen und die Deckplatte stellen einen sehr effizienten und wirtschaftlichen Querschnitt dar. Bei einer Gesamthöhe von 69cm und einem Deckenspiegel von 15cm entspricht das Eigengewicht einem Rechteckquerschnitt mit der Höhe von 25cm und damit einem geringen Eigengewicht von 6,25KN/m2. Die Rippen sind vorgespannt (Vorspannung mit sofortigem Verbund im Spannbett). Durch die Anzahl der Litzen in Verbindung mit der Höhe der Vorspannkraft konnte auf eine schlaffe Längsbewehrung verzichtet werden.

 

2. Bauteilaktivierung für den Rippenquerschnitt

 

Erstmalig wurden die Rohrleitungen der Bauteilaktivierung innerhalb des gesamten Betonvolumens angeordnet. Durch den Einbau sowohl in der Platte als auch in den Rippen des Querschnitts wird die gesamte Betonmasse gleichmäßig thermisch aktiviert. Die volle Speicherfähigkeit des aufgelösten Querschnitts kann somit genutzt werden. Der große Vorteil besteht nun in der Wärmeübertragung von der Betonmasse in den Raum  entlang der freien Oberfläche von Platte und Rippen. Durch die Vergrößerung der Oberfläche um ca. 90% ergibt sich eine entsprechend höhere thermische Leistung. Die Anordnung der erforderlichen Rohrleitungen in dem Steg war nur durch geschickte Anordnung der Spannlitzen und durch den Verzicht auf die schlaffe Bewehrung möglich.

Die gewählte Ausführung erlaubt zukünftig deutlich höhere thermische Leistungen als sie bereits von den Sandwichquerschnitt her bekannt sind.

 

3. Schnelle Montage

 

Bekanntlich werden die vorgefertigten Deckenelemente sehr zügig versetzt, weshalb Bauzeit eingespart wird. Jede einzelne Platte hatte ein Ausmaß von 2,50 x 20,0m. In weniger als 30 Minuten wird eine Platte mit einer Fläche von 50m2 versetzt. Somit konnte die Fläche von 600m2 in der Rekordzeit von 5,5 Stunden mit den vorgefertigten Deckenplatten ausgelegt werden.

 

4. Transport

 

Auch der Transport war außergewöhnlich. Jeweils zwei Plattenelemente mit einer Länge von 20.0m und einen Gewicht von je 24ton wurden auf einer Zugmaschine mit Nachläufer geladen. Nur die tragende Platte stellt die Verbindung zwischen dem Nachläufer und der Zugmaschine her. Über die separate Lenkbarkeit des Nachläufers  konnten die langen Transportfahrzeuge auch durch enge Kurven geführt werden. Auch die beengten Verhältnisse der Zufahrstraße konnten im Rückwärtsgang gemeistert werden.

 

Immer wieder stellen uns die Bauvorhaben vor neue und oftmals außergewöhnliche  Herausforderungen. Wie im vorliegenden Fall konnte die Innogration GmbH diese Aufgaben durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachleute erfolgreich lösen.